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Winterreise

von Elfriede Jelinek, Regie: Stefan Bachmann

Spieldauer: 1 Stunde 45 Minuten

mit Dorothee Hartinger, Gerrit Jansen, Simon Kirsch, Melanie Kretschmann, Rudolf Melichar, Barbara Petritsch
und Felix Huber, Jan Plewka

„Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh ich wieder aus.“
Wenn sich Elfriede Jelinek auf die Spuren des Wanderers aus Franz Schuberts Winterreise begibt, zieht sie – radikal wie in keinem anderen Stück zuvor – persönliche Bilanz. Angesichts ihrer eigenen Vergänglichkeit richtet sie den Blick in ihre Vergangenheit und ihre Zukunft, befragt sich selbst zu den schon entschwundenen oder noch vorhandenen Möglichkeiten von privatem und beruflichem Leben.

Ihre „Reise im Stillstand“, wie Jelinek es selbst formulierte, führt sie von den gegenwärtigen Zuständen unserer Welt – abgebildet in Bankskandal, Entführungsopfern oder dem Auswuchern sozialer Netzwerke im virtuellen Raum – zu Stationen der eigenen Biografie: ihrem in der Psychiatrie gestorbenen Vater, der schwierigen Beziehung zu ihrer Mutter und schließlich auch dem eigenen, schmerzhaft erlebten Ausgesetztsein als Autorin.

„Winterreise“ hat in der Spielzeit 2010/11 den Mülheimer Dramatikerpreis gewonnen und wurde in der Kritikerumfrage von „Theater heute“ zum Stück des Jahres 2011 gewählt.
Außerdem wurde das Stück in der Inszenierung von Stefan Bachmann mit dem Nestroy-Theaterpreis 2012 als Beste Deutschsprachige Aufführung ausgezeichnet, Olaf Altmann erhielt den Nestroy für die Beste Ausstattung.

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