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Mein Kampf

George Tabori – Wiener Legende, Theatergenie, Kosmopolit – schuf mit der Farce MEIN KAMPF eines der wichtigsten Theaterstücke der 1980er-Jahre. Tabori war einer der ersten, der Adolf Hitler – knapp 50 Jahre nach Charlie Chaplins „Der große Diktator“ – als Komödienfigur wiederentdeckte, und er trieb es bunt mit ihm: Als Landei aus Braunau am Inn, noch grün hinter den Ohren und doch schon gestochen vom Größenwahn, reist der junge Hitler zum ersten Mal in seinem Leben nach Wien – im Gepäck ein paar mittelprächtige Aquarelle, mit denen er sich an der Kunsthochschule zu bewerben gedenkt. Er kommt in einem Männerheim unter, wo er sich mit Koscher-Koch Lobkowitz und Buchhändler Shlomo Herzl ein Zimmer teilt. Die beiden Juden sind sich uneins. Während Lobkowitz den jungen Hitler kritisch beäugt, beginnt Herzl, sich väterlich um ihn zu kümmern …

33 Jahre nach der Uraufführung im Akademietheater durch Tabori (1914–2007) selbst kommt die legendäre Farce nun in einer Neuinszenierung auf die Bühne des Burgtheaters. Regie führt Ensemblemitglied Itay Tiran, der in der vergangenen Spielzeit VÖGEL von Wajdi Mouawad inszenierte.

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Mi 20:00
Mein Kampf