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Turandot

Musikalische Vorbereitung: Zdeněk Klauda
Regie und Set: Zuzana Gilhuus
Kostüme: Boris Hanečka
Bewegungskooperation: Martin Dvořák
Chorleiter: Pavel Vaněk
Dramaturgie: Ondřej Hučín
Nationaltheaterorchester und Chor
Der Kinderchor der Tschechischen Philharmonie, Chorleiter: Jiří Chvála
Externer Chor
Das NT-Ballett

Uraufführungen: 23. und 25. Januar im Nationaltheater

Giacomo Puccinis letzte Oper, Turandot, kann als die "letzte der Mohikaner" des Goldenen Zeitalters der italienischen Romantik angesehen werden. Der größte Erbe von Verdi, der Komponist, ließ sich jedoch nicht auf diese Tradition ein, sondern entwickelte sie mutig weiter und bereicherte sie mit den Aromen der neuen künstlerischen Stile, die im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert entstanden. Infolgedessen weist sein zwischen 1921 und 1924 geschriebener Turandot nicht viele romantische Züge auf. Puccini stützte die Oper auf die gleichnamige Commedia dell'arte von Carlo Gozzi, einem Autor, der von den Avantgarde-Künstlern des frühen 20. Jahrhunderts sehr geschätzt wird. Das Thema stammt aus Persien oder der Mongolei, deren Kulturen hauptsächlich von Wählern des dekorativen Stils bewundert wurden, während die Geschichte des Librettos im mittelalterlichen Peking spielt und märchenhafte oder besser gesagt mythologische Elemente im Vordergrund stehen, die von den Symbolisten bevorzugt werden. Das Thema der leidenschaftlichen Liebe, das für die romantische Oper von wesentlicher Bedeutung ist, ist mit mysteriösen Motiven aus Eis, Feuer und Mond verhüllt, während eine erotische Flamme rätselhaft mit einem intensiven, unerbittlichen Hass einhergeht, von dem wir eher erwarten würden, dass er in Werken präsent ist, die von Dekadenz oder Dekadenz inspiriert sind Psychoanalyse. Doch alles, was Turandot trotz seiner Modernität das Kennzeichen der romantischen Oper verleiht, ist Puccinis musikalische Ausdrucksweise, die ebenfalls viele „exzentrische“ Facetten umfasst - von orientalischen Paraphrasen über einen brutalen Orchesterklang, dissonanten Harmonien bis hin zu wild komplexen Chor- und Ensembleszenen - aber was sich durchsetzt, ist Puccinis meisterhafte melodische Erfindung im Geiste des Vermächtnisses seiner großen italienischen Opernvorgänger, die im Großen und Ganzen absolut originell ist, Puccinian. Turandot wird nach mehr als vier Jahrzehnten Abwesenheit in das historische Gebäude des Nationaltheaters zurückkehren.

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Mo 19:00
Turandot