5. Sinfoniekonzert - Spielplan, Programm & Tickets kaufen

5. Sinfoniekonzert

Daniele Gatti  Dirigent 
Marie-Nicole Lemieux  Alt 
Klaus Florian Vogt  Tenor 

 

Ein Werk zwischen Sinfonie und Liederzyklus: Mit dem »Lied von der Erde« suchte Gustav Mahler nach der Achten bewusst einen neuen Weg. Aus Angst vor dem »Fluch der Neunten« nannte er sein nächstes Werk schlicht Lied und schuf doch eine monumentale »Sinfonie für Tenor- und Altstimme und Orchester«. Die menschliche Stimme wird hier Teil des orchestralen Gefüges, existenzielle Fragen nach Abschied und Vergänglichkeit durchziehen das Werk. Die Dresdner Erstaufführung fand 1916 unter Fritz Reiner statt, die Presse rühmte Mahlers meisterhafte Instrumentationskunst. Den Auftakt bildet das 2003 entstandene Instrumentalwerk »Lied« von Jörg Widmann, dem aktuellen Capell-Compositeur der Staatskapelle.

Gustav Mahler:
»Das Lied von der Erde«

»›Das Lied von der Erde‹ ist weder nur ein Liederzyklus, noch nur eine Sinfonie – und doch weit mehr als beides zugleich! Man muss sich Gustav Mahler vorstellen, wie er im Angesicht seiner tiefsten persönlichen und gleichzeitig schlimmsten beruflichen Krise in Toblach im Wald in einer Holzhütte sitzt, seinem ›Komponierhäusl‹, und sich mit chinesischer Lyrik beschäftigt. Dort entsteht, auf Grundlage dieser Gedichte, ein Werk, das alle Aspekte des menschlichen Daseins bis ins Kleinste auslotet: Jugend, Schönheit, Frühling, Natur, Herbst, Jammer, Rausch. Und am Ende: Abschied. Abschied von der Welt.«

Julius Rönnebeck
2. Hornist

 

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