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Sa 18:00
Leonidas Kavakos
Leonidas Kavakos spielt Beethoven, Schumann und Brahms. Der griechische Meistergeiger kultiviert den rauen Strich, wenn es der Sache dient. Etwa bei Schumanns Sonaten, diesen Tänzen auf dünnem Eis. Brahms’ Musik ist fast das Gegenteil davon. Sie gleicht einem stabil gebauten Haus, das einer zarten Seele Schutz bietet. Bei Beethoven ist sie schließlich da, die klassische Ausgeglichenheit zwischen Geige und Klavier, Melodie und Motiv. So bietet das Konzert von allem das Beste – die genauen Werkangaben werden wir zeitnah veröffentlichen.
Dass Julia Fischer zu den besten Geigerinnen der Welt zählt, ist längst bekannt. Ähnliches gilt auch für den Starbratschisten Nils Mönkemeyer. Gemeinsam mit den Musikern Alexander Sitkovetsky und Benjamin Nyffenegger bilden beide Künstler ein Streichquartett. Das Programm präsentiert eine Auswahl, die ganz auf die Klassiker setzt. Nach Beethovens „Großer Fuge“ folgt Mozarts berühmtes d-Moll-Quartett. Den Abschluss bildet Brahms, der sein zweites Quartett mit den Tönen f-a-e beginnen lässt: „Frei, aber einsam“.
@LOLYA RUNYOVA
Faures „Requiem“ ist eine ungewöhnliche Totenmesse – und wird von uns deshalb auch ungewöhnlich aufgeführt. Der französische Spätromantiker Gabriel Faure ignorierte die strenge Requiem-Tradition, ließ Texte weg und fügte neue hinzu. Seine Musik sollte die Menschen nicht schrecken, sondern trösten.
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@LOLYA RUNYOVA
Seit Teodor Currentzis den Chefposten des SWR Symphonieorchesters übernahm, werden die ersten gemeinsamen Konzerte von der Kritik mit Lob überschüttet. Currentzis bevorzugt existenzielle Programme. Für die Pfingstfestspiele wählte er Schostakowitschs „Leningrader“ Sinfonie, die dem Widerstandsgeist der im Zweiten Weltkrieg eingeschlossenen Leningrader Bevölkerung ein Denkmal setzt.
@LOLYA RUNYOVA
Wie präsentiert man Musik im 21. Jahrhundert? Auf diese Frage werden wir während der Pfingstfestspiele neue Antworten geben. Wir möchten auch Menschen mitnehmen, die sonst nicht unbedingt den Weg in ein Verdi-Konzert finden und gehen dazu eine Kooperation mit dem New Yorker Kulturzentrum „The Shed“ ein - zum ersten Mal in Europa. „The Shed“ konfrontiert Verdis Musik mit den Bilderwelten des litauisch-amerikanischen Film-Avantgardisten Jonas Mekas.