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Mo 17:00
Zdeněk Adamec
Nur die Toten kennen Humpolec. Aus der kleinen böhmischen Stadt, auf halbem Weg zwischen Brünn und Prag, macht sich am Abend des 5. März 2003 der 18-jährige Schüler Adamec mit dem Überlandbus auf den Weg in die tschechische Hauptstadt. Dort übergießt er sich am nächsten Morgen auf dem Wenzelsplatz mit Benzin und zündet sich an. Am selben Ort hatte sich 1968 der Student Jan Palach aus Protest gegen die Okkupation der Tschechoslowakei durch sowjetische Truppen selbst verbrannt. So wie Palach seine Aktion „Fackel No. 1“ genannt hatte, so übertitelte Adamec seinen im Internet veröffentlichten Abschiedsbrief mit „Fackel 2003“.
Alles beginnt mit der nächtlichen Sehnsucht nach Leberwurst. Der arbeitslose Kleinbürger Semjon Semjonowitsch weckt seine Frau Mascha, die seine schlaftrunkenen Gelüste nach Fleisch jedoch empört zurückweist. Schnell eskaliert der Ehekrach, Semjon Semjonowitsch verlässt gekränkt das Ehebett und ist in der dunklen Wohnanlage nicht mehr aufzufinden...
Auf einem Spiegel in einer Bar in Greenwich Village hatte er die Worte entdeckt: „Who’s Afraid of Virginia Woolf?“ Eigentlich sollte der Titel seines neuen Dramas THE EXORCISM heißen
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George Tabori – Wiener Legende, Theatergenie, Kosmopolit – schuf mit der Farce MEIN KAMPF eines der wichtigsten Theaterstücke der 1980er Jahre. Tabori war einer der Ersten, der Adolf Hitler – knapp 50 Jahre nach Charlie Chaplins DER GROßE DIKTATOR – als Komödienfigur wiederentdeckte, und er trieb es bunt mit ihm...
Edgar Allan Poe widmete sein Werk „jenen, die eher fühlen als denken, den Träumern und denen, die an Träume als die einzigen Realitäten glauben …“. Poe schreibt über schizophrene Wachträumer und übersensible Mörder, über zwanghaft Liebende und obsessive Hysteriker. Seine Heldinnen und Helden locken uns an Orte der Furcht und des Schreckens, in die Terra incognita zwischen Leben und Tod. DER UNTERGANG DES HAUSES USHER gilt als Inbegriff des Poe’schen Horror...
Eine lichtdurchflutete, modernistische Villa auf der Sonnenseite von Wien, voller Menschen, mit denen es das Leben nicht schlecht gemeint hat. Privatgelehrte und Industrielle, Schauspielerinnen und Filmemacher, Therapeuten und Anwältinnen, Geschäftsführer und Investorinnen – sie kreisen in ihrem kleinen Orbit um sich selbst und umeinander, häufen finanzielle und emotionale Schulden an und spinnen Pläne zur Rettung der Menschheit oder ihres eigenen kleinen Unglücks...
MARIA STUART ist ein Politthriller, eine historische Überhöhung, eine leidenschaftlich geführte Auseinandersetzung mit jenen Fragen, die Schiller sein Lebtag umtrieben: Was ist Freiheit? Wie funktioniert Politik? Und wie kann das Theater immunisieren gegen den tödlichen Virus der Macht?
George Tabori – Wiener Legende, Theatergenie, Kosmopolit – schuf mit der Farce MEIN KAMPF eines der wichtigsten Theaterstücke der 1980er Jahre. Tabori war einer der Ersten, der Adolf Hitler – knapp 50 Jahre nach Charlie Chaplins DER GROßE DIKTATOR – als Komödienfigur wiederentdeckte, und er trieb es bunt mit ihm...
Elf Jahre ist Richard alt, als man ihn auf den Thron setzt, Isabel von Valois, seine Frau, ist mit sechs Jahren Königin geworden. Ein seltsam flirrendes Paar auf dem Thron, zwischen hypertrophen Höhenflügen und düsteren Ahnungen schwankend. Shakespeares “schlechtester König” hat das, was man Politik nennt, nie gelernt. Er hat wohl den Mord an einem seiner Onkel angeordnet, was ihm dieses Verbrechen aber für Vorteile gebracht haben könnte, bleibt unersichtlich.
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Edgar Allan Poe widmete sein Werk „jenen, die eher fühlen als denken, den Träumern und denen, die an Träume als die einzigen Realitäten glauben …“. Poe schreibt über schizophrene Wachträumer und übersensible Mörder, über zwanghaft Liebende und obsessive Hysteriker. Seine Heldinnen und Helden locken uns an Orte der Furcht und des Schreckens, in die Terra incognita zwischen Leben und Tod. DER UNTERGANG DES HAUSES USHER gilt als Inbegriff des Poe’schen Horror...
Elf Jahre ist Richard alt, als man ihn auf den Thron setzt, Isabel von Valois, seine Frau, ist mit sechs Jahren Königin geworden. Ein seltsam flirrendes Paar auf dem Thron, zwischen hypertrophen Höhenflügen und düsteren Ahnungen schwankend. Shakespeares “schlechtester König” hat das, was man Politik nennt, nie gelernt. Er hat wohl den Mord an einem seiner Onkel angeordnet, was ihm dieses Verbrechen aber für Vorteile gebracht haben könnte, bleibt unersichtlich.
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Alles beginnt mit der nächtlichen Sehnsucht nach Leberwurst. Der arbeitslose Kleinbürger Semjon Semjonowitsch weckt seine Frau Mascha, die seine schlaftrunkenen Gelüste nach Fleisch jedoch empört zurückweist. Schnell eskaliert der Ehekrach, Semjon Semjonowitsch verlässt gekränkt das Ehebett und ist in der dunklen Wohnanlage nicht mehr aufzufinden...
MARIA STUART ist ein Politthriller, eine historische Überhöhung, eine leidenschaftlich geführte Auseinandersetzung mit jenen Fragen, die Schiller sein Lebtag umtrieben: Was ist Freiheit? Wie funktioniert Politik? Und wie kann das Theater immunisieren gegen den tödlichen Virus der Macht?
Edgar Allan Poe widmete sein Werk „jenen, die eher fühlen als denken, den Träumern und denen, die an Träume als die einzigen Realitäten glauben …“. Poe schreibt über schizophrene Wachträumer und übersensible Mörder, über zwanghaft Liebende und obsessive Hysteriker. Seine Heldinnen und Helden locken uns an Orte der Furcht und des Schreckens, in die Terra incognita zwischen Leben und Tod. DER UNTERGANG DES HAUSES USHER gilt als Inbegriff des Poe’schen Horror...
Mit dem lange erwarteten HADER ON ICE, seinem ersten Soloprogramm seit 17 Jahren, ist Josef Hader zu Gast im Burgtheater. „Es ist alles besprochen in diesem Gustostückerl der Hader‘schen Bühnenkunst, mit dem der Kabarettist seiner eigenen, satten Generation die zynische Abgeklärtheit um die Ohren wirft. Klare Empfehlung.“ (Der Standard)
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Alles beginnt mit der nächtlichen Sehnsucht nach Leberwurst. Der arbeitslose Kleinbürger Semjon Semjonowitsch weckt seine Frau Mascha, die seine schlaftrunkenen Gelüste nach Fleisch jedoch empört zurückweist. Schnell eskaliert der Ehekrach, Semjon Semjonowitsch verlässt gekränkt das Ehebett und ist in der dunklen Wohnanlage nicht mehr aufzufinden...
Die Mitte bricht weg. Die Sicherheiten, die Aufstiegsversprechen, das Selbstbewusstsein, die Ambitionen in der „Mitte der Gesellschaft“ schwinden, die Radikalisierungen nehmen zu. „Abstiegsgesellschaft“ ist das Signum der Zeit. Anfang der dreißiger Jahre in Wien soll Marianne, die Tochter des Zauberkönigs, der sein Scherzartikelgeschäft nur mit Mühe noch halten kann, mit dem Fleischhauer Oskar verheiratet werden, dem es noch vergleichsweise gut geht...
Die Isolation ist beendet, in der der junge Mann zeit seines Lebens gefangen war. Sein Vater, der polnische König, hatte früh eine Gefahr in seinem Sohn erkannt, bei dessen Geburt die Sterne schlecht standen und an der seine Mutter starb.
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Die Mitte bricht weg. Die Sicherheiten, die Aufstiegsversprechen, das Selbstbewusstsein, die Ambitionen in der „Mitte der Gesellschaft“ schwinden, die Radikalisierungen nehmen zu. „Abstiegsgesellschaft“ ist das Signum der Zeit. Anfang der dreißiger Jahre in Wien soll Marianne, die Tochter des Zauberkönigs, der sein Scherzartikelgeschäft nur mit Mühe noch halten kann, mit dem Fleischhauer Oskar verheiratet werden, dem es noch vergleichsweise gut geht...
MARIA STUART ist ein Politthriller, eine historische Überhöhung, eine leidenschaftlich geführte Auseinandersetzung mit jenen Fragen, die Schiller sein Lebtag umtrieben: Was ist Freiheit? Wie funktioniert Politik? Und wie kann das Theater immunisieren gegen den tödlichen Virus der Macht?
Die britische Dramatikerin Lucy Kirkwood hat ein klassisches Gerichtsdrama in unklassischer Besetzung geschrieben, eine Mischung aus DIE ZWÖLF GESCHWORENEN und HEXENJAGD für ein fast ausschließlich weibliches Ensemble.
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Gemeinsam mit Regina Fritsch und Sven-Eric Bechtolf taucht Franui in jeder der zehn Szenen in ein neues musikalisches Milieu ein..
Elf Jahre ist Richard alt, als man ihn auf den Thron setzt, Isabel von Valois, seine Frau, ist mit sechs Jahren Königin geworden. Ein seltsam flirrendes Paar auf dem Thron, zwischen hypertrophen Höhenflügen und düsteren Ahnungen schwankend. Shakespeares “schlechtester König” hat das, was man Politik nennt, nie gelernt. Er hat wohl den Mord an einem seiner Onkel angeordnet, was ihm dieses Verbrechen aber für Vorteile gebracht haben könnte, bleibt unersichtlich.
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George Tabori – Wiener Legende, Theatergenie, Kosmopolit – schuf mit der Farce MEIN KAMPF eines der wichtigsten Theaterstücke der 1980er Jahre. Tabori war einer der Ersten, der Adolf Hitler – knapp 50 Jahre nach Charlie Chaplins DER GROßE DIKTATOR – als Komödienfigur wiederentdeckte, und er trieb es bunt mit ihm...
Die Mitte bricht weg. Die Sicherheiten, die Aufstiegsversprechen, das Selbstbewusstsein, die Ambitionen in der „Mitte der Gesellschaft“ schwinden, die Radikalisierungen nehmen zu. „Abstiegsgesellschaft“ ist das Signum der Zeit. Anfang der dreißiger Jahre in Wien soll Marianne, die Tochter des Zauberkönigs, der sein Scherzartikelgeschäft nur mit Mühe noch halten kann, mit dem Fleischhauer Oskar verheiratet werden, dem es noch vergleichsweise gut geht...
Eine lichtdurchflutete, modernistische Villa auf der Sonnenseite von Wien, voller Menschen, mit denen es das Leben nicht schlecht gemeint hat. Privatgelehrte und Industrielle, Schauspielerinnen und Filmemacher, Therapeuten und Anwältinnen, Geschäftsführer und Investorinnen – sie kreisen in ihrem kleinen Orbit um sich selbst und umeinander, häufen finanzielle und emotionale Schulden an und spinnen Pläne zur Rettung der Menschheit oder ihres eigenen kleinen Unglücks...
Nur die Toten kennen Humpolec. Aus der kleinen böhmischen Stadt, auf halbem Weg zwischen Brünn und Prag, macht sich am Abend des 5. März 2003 der 18-jährige Schüler Adamec mit dem Überlandbus auf den Weg in die tschechische Hauptstadt. Dort übergießt er sich am nächsten Morgen auf dem Wenzelsplatz mit Benzin und zündet sich an. Am selben Ort hatte sich 1968 der Student Jan Palach aus Protest gegen die Okkupation der Tschechoslowakei durch sowjetische Truppen selbst verbrannt. So wie Palach seine Aktion „Fackel No. 1“ genannt hatte, so übertitelte Adamec seinen im Internet veröffentlichten Abschiedsbrief mit „Fackel 2003“.
Alles beginnt mit der nächtlichen Sehnsucht nach Leberwurst. Der arbeitslose Kleinbürger Semjon Semjonowitsch weckt seine Frau Mascha, die seine schlaftrunkenen Gelüste nach Fleisch jedoch empört zurückweist. Schnell eskaliert der Ehekrach, Semjon Semjonowitsch verlässt gekränkt das Ehebett und ist in der dunklen Wohnanlage nicht mehr aufzufinden...