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Di 20:00
Böhm
„Es ist sicher im Sinne der Regierung gelegen, wenn ich als deutscher Dirigent nach Wien gehe, um dort den zahlreichen Anhängern der nationalsozialistischen Idee neue Anregung zu geben, umso mehr als ich gebürtiger Österreicher bin. […]
Eigentlich sollte der Titel seines neuen Dramas The Exorcism heißen. Und um eben eine solche Austreibung ging es Edward Albee bei seiner legendären Afterparty von Martha, George, Nick und Honey, die seit der New Yorker Uraufführung im Jahr 1962 als „Klassiker“ gilt und als Schauspieler*innenfest.
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Medea – Königstochter, Ehefrau, Betrogene, Fremde. Medea – Kindsmörderin, Hexe. Wohl kaum eine Frauenfigur der Antike hat mehr Adaptionen inspiriert als sie.
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Dionysos, den seine Anhänger auch Bakchos nennen, ist nach Theben, in die Stadt seiner Herkunft, zurückgekehrt, um seine Anbetung zu erzwingen. Pentheus, der neue Herrscher Thebens, hat eine säkulare Ordnung geschaffen und erkennt die göttliche Abstammung des Dionysos als Sohn des Zeus nicht an. Große Teile der Bevölkerung unter Führung von Pentheus’ Mutter Agaue hat der Gott bereits in seinen Bann geschlagen, sie feiern als Bakchen in den nahegelegenen Bergen Orgien zu Ehren des neuen Gottes.
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Eigentlich sollte der Titel seines neuen Dramas The Exorcism heißen. Und um eben eine solche Austreibung ging es Edward Albee bei seiner legendären Afterparty von Martha, George, Nick und Honey, die seit der New Yorker Uraufführung im Jahr 1962 als „Klassiker“ gilt und als Schauspieler*innenfest.
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The Party ist eine Tragikomödie der britischen Autorin und Filmemacherin Sally Potter. Potter entwickelte zunächst das gleichnamige Drehbuch, das sie 2017 in nur zwei Wochen verfilmte.
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In seinem preisgekrönten Roman blickt Éric Vuillard in die Hinterzimmer der europäischen Machthaber vor der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs: Eindrücklich und prägnant legt er das lächerliche wie entsetzliche Verhalten der politischen und wirtschaftlichen Elite offen, welches die Machtübernahme der Nazis, den Anschluss Österreichs und den Ausbruch des Kriegs zur Folge hatten.
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Wie oft er schon nahte, der Jüngste Tag. Wie oft sie schon anklopfte: die letzte Stunde der Menschheit. „Das Ende kommt. Siehe, es kommt,“ sagt der Wüstenprophet Hesekiel, wie zahllose Propheten nach und vor ihm.
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Dionysos, den seine Anhänger auch Bakchos nennen, ist nach Theben, in die Stadt seiner Herkunft, zurückgekehrt, um seine Anbetung zu erzwingen. Pentheus, der neue Herrscher Thebens, hat eine säkulare Ordnung geschaffen und erkennt die göttliche Abstammung des Dionysos als Sohn des Zeus nicht an. Große Teile der Bevölkerung unter Führung von Pentheus’ Mutter Agaue hat der Gott bereits in seinen Bann geschlagen, sie feiern als Bakchen in den nahegelegenen Bergen Orgien zu Ehren des neuen Gottes.
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Wie oft er schon nahte, der Jüngste Tag. Wie oft sie schon anklopfte: die letzte Stunde der Menschheit. „Das Ende kommt. Siehe, es kommt,“ sagt der Wüstenprophet Hesekiel, wie zahllose Propheten nach und vor ihm.
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Weiter, immer weiter. Zu den Sternen, tief unter die Erde, durch alle Ozeane. Durch alle Leiber, alle Worte. Mehr, immer mehr. Mehr Geld, mehr Sex. Mehr Schmerz, mehr Lust, mehr Vergessen. Stillstand ist der Tod. Das sind wir. Und Faust ist einer von uns.
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Wo kommt eigentlich alles um uns herum her? Warum ist die Welt, wie sie ist? Und welche Rolle spielen wir darin? Eine der ältesten Mythensammlungen gibt Antworten auf diese Fragen: die auf altisländisch verfasste Edda. Die bildgewaltige Überschreibung des Stoffs durch das Duo Arnarsson & Torfason hat 2018 den Deutschen Theaterpreis Der Faust gewonnen. Nun machen sie sich mit dem Burgtheaterensemble daran, die Inszenierung für das Wiener Publikum weiterzuentwickeln.
Wir befinden uns in Germania magna, der Zone jenseits von Zivilisation: Hermann, der Fürst der Cherusker, mobilisiert mit treibender Kraft seine Nachbarländer zum Kampf gegen den römischen Feind. Dabei erweist er sich als brillanter Konfliktstratege und schreckt nicht davor zurück, seine Frau Thusnelda und seine eigenen Kinder in das komplexe Geflecht von kriegerischen Manövern und populistischer Verbreitung von Aggression zu verwickeln. Schließlich gelingt es ihm, seinen Gegner in die Düsternis des Teutoburger Walds zu locken, wo er diesen vernichtend schlägt.
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Dionysos, den seine Anhänger auch Bakchos nennen, ist nach Theben, in die Stadt seiner Herkunft, zurückgekehrt, um seine Anbetung zu erzwingen. Pentheus, der neue Herrscher Thebens, hat eine säkulare Ordnung geschaffen und erkennt die göttliche Abstammung des Dionysos als Sohn des Zeus nicht an. Große Teile der Bevölkerung unter Führung von Pentheus’ Mutter Agaue hat der Gott bereits in seinen Bann geschlagen, sie feiern als Bakchen in den nahegelegenen Bergen Orgien zu Ehren des neuen Gottes.
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Eigentlich sollte der Titel seines neuen Dramas The Exorcism heißen. Und um eben eine solche Austreibung ging es Edward Albee bei seiner legendären Afterparty von Martha, George, Nick und Honey, die seit der New Yorker Uraufführung im Jahr 1962 als „Klassiker“ gilt und als Schauspieler*innenfest.
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Wie oft er schon nahte, der Jüngste Tag. Wie oft sie schon anklopfte: die letzte Stunde der Menschheit. „Das Ende kommt. Siehe, es kommt,“ sagt der Wüstenprophet Hesekiel, wie zahllose Propheten nach und vor ihm.
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Der Vater-Sohn-Konflikt zwischen dem spanischen König Philipp und dem Infanten Don Karlos verbindet auf hochkomplexe Weise Sex und Politik vor dem Hintergrund eines repressiven Systems. Vater und Sohn kämpfen um die gleiche Frau und die richtige Vorstellung von der besten Welt. Doch noch dem hehrsten Vernunftideal wohnt ein Gewaltmoment inne.
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The Party ist eine Tragikomödie der britischen Autorin und Filmemacherin Sally Potter. Potter entwickelte zunächst das gleichnamige Drehbuch, das sie 2017 in nur zwei Wochen verfilmte.
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Dreimal versucht eine Theatertruppe an diesem Abend, den ersten Akt einer Komödie auf die Bühne zu bringen: drei Versuche, unter widrigen Bedingungen und mit möglichst geringem Aufwand möglichst viel von der eigenen Würde zu retten und bei laufender Vorstellung die amourösen Verwicklungen im Ensemble zu entwirren – ein hochkomischer Drahtseilakt auf den Fallstricken der Theaterkunst.
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