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Di 19:30
Die Entführung aus dem Serail
Schon die Zeitgenossen Wolfgang Amadeus Mozarts waren sich darüber im Klaren, dass DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL weit bedeutsamer geraten war, als es die Gattungsbezeichnung „Singspiel“ vermuten ließ. Nicht nur der Auftraggeber, Kaiser Joseph II., konstatierte bei der Wiener Uraufführung 1784 irritiert die „gewaltig vielen Noten“, auch Goethe sah sich gezwungen seine eigenen Bemühungen um deutschsprachige Singspiele angesichts des durchschlagenden Erfolgs von Mozarts Stück in Frage zu stellen. Schon bald wurde die ENTFÜHRUNG als erste deutsche Nationaloper betrachtet: als erster gelungener Versuch, der theatralischen Affektsprache der italienischen Oper ein gleichwertiges Werk in deutscher Sprache entgegenzustellen.
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Kaum ein anderes Werk der Weltliteratur atmet derart Musik wie William Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“. Elfen tanzen nachts im sommerlich verzauberten Wald und singen die Feenkönigin Titania in den Schlaf. Musik begleitet die Hochzeitsfeier des Königspaars Hippolyta und Theseus sowie der jungen Liebespaare Hermia und Lysander und Helena und Demetrius – wenn sie sich nach einem erotischen Reigen des Begehrens und Enttäuschens, der Verwechslungen und Verwirrungen in der Mittsommernacht letztlich gefunden haben. Und Musik erklingt auch im derb-lustigen Spiel im Spiel „Pyramus und Thisbe“ – aufgeführt von sechs »hochbegabten « Handwerkern.
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Der spanische Nationaldichter Miguel de Cervantes schuf 1605 mit „Don Quijote“, dem „Ritter von der traurigen Gestalt“, eine bis in die Gegenwart faszinierende Figur der Weltliteratur. Schon im Barock regte das Meisterwerk zu zahlreichen Bearbeitungen herausragender Komponisten an.
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„In dieser Zeit sah ich denn auch zum ersten Male den Propheten – den Propheten der neuen Welt: ich fühlte mich glücklich und erhoben, ließ alle wühlerischen Pläne fahren, die mir so gottlos erschienen, da doch das reine, edle, hochheilig Wahre und göttlich Menschliche schon so unmittelbar und warm in der seligen Gegenwart lebt.“ – So Richard Wagner in einem Brief aus dem Jahre 1850 über einen Vorstellungsbesuch von Meyerbeers „Le Prophète“ in der Pariser Opéra. Ein Jahr nach der Uraufführung begeisterte das Werk dort bereits in der 47. Vorstellung das Publikum.
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Musikalische Leitung
Manfred Honetschläger

Special guest / Vocals
China Moses

Moderation
Sebastian Krol
Die Geschichte ist turbulent: Ein alter Griesgram will sein Mündel heiraten, um an dessen beträchtliches Erbe zu gelangen, und trifft dabei jede erdenkliche Vorkehrung, um der hübschen Rosina den Weg in die Außenwelt – und damit zu möglichen jungen Liebhabern – zu versperren.
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„In dieser Zeit sah ich denn auch zum ersten Male den Propheten – den Propheten der neuen Welt: ich fühlte mich glücklich und erhoben, ließ alle wühlerischen Pläne fahren, die mir so gottlos erschienen, da doch das reine, edle, hochheilig Wahre und göttlich Menschliche schon so unmittelbar und warm in der seligen Gegenwart lebt.“ – So Richard Wagner in einem Brief aus dem Jahre 1850 über einen Vorstellungsbesuch von Meyerbeers „Le Prophète“ in der Pariser Opéra. Ein Jahr nach der Uraufführung begeisterte das Werk dort bereits in der 47. Vorstellung das Publikum.
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Der spanische Nationaldichter Miguel de Cervantes schuf 1605 mit „Don Quijote“, dem „Ritter von der traurigen Gestalt“, eine bis in die Gegenwart faszinierende Figur der Weltliteratur. Schon im Barock regte das Meisterwerk zu zahlreichen Bearbeitungen herausragender Komponisten an.
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