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Semele

Serenata in zwei Teilen (1726)

Musik von Johann Adolf Hasse

Libretto von Francesco Ricciardi

Konzertante Aufführung in italienischer Sprache

Der Göttergatte geht fremd. Und was macht seine eifersüchtige Frau? Sie versucht, die Geliebte los zu werden. So geschieht es heute, und so geschah es damals: Jupiter hat sich in die schöne Semele verliebt und gibt seinen Begierden nach. Semele ist ebenso glücklich, eine Affäre mit dem prominentesten aller Götter zu haben, der sich ihr immer in Gestalt eines Jünglings zeigt. Die einzige, die etwas gegen diese Verbindung hat, ist Juno, Jupiters Gattin. Sie ersinnt einen perfiden Plan, um ihre Ehe zu retten. In Gestalt ihrer Amme Climene überzeugt sie Semele davon, von Jupiter den Beweis zu erbitten, dass er tatsächlich derjenige sei, für den er sich ausgebe. Er solle ihr in seiner göttlichen Majestät erscheinen, so, wie er sich auch seiner Gattin zeige. Semele gefällt dieser Vorschlag, und sie fordert ihn von Jupiter als Treuebeweis ein. Er will ihr diese Bitte verwehren, aber sie lässt nicht locker. Auch die Aussicht auf ihren eigenen Tod nimmt sie in Kauf, denn kein menschliches Wesen überlebt den Anblick des Göttlichen. Tief traurig erfülltJupiter ihr diesen Wunsch und erscheint ihr als flammende Lichtgestalt. Wie erwartet stirbt sie. Juno glaubt, über ihren Gatten triumphieren zu können, doch Jupiter ist mächtiger, als sie ahnt… Johann Adolph Hasse war einer der bekanntesten Komponisten seiner Zeit, er war mit dem führenden Librettisten Pietro Metastasio ebenso befreundet, wie mit dem Starkastraten Farinelli, war mit der „nuova sirena“ Faustina Bordoni verheiratet und wurde von Persönlichkeiten wie Maria Theresia oder Voltaire hoch geschätzt. Seine Karriere begann der Deutsche allerdings in Neapel, denn seine norddeutsche Heimat bot ihm wenig Perspektiven. In Neapel komponierte er 1725 seine erste Serenata (eine Art Kammeroper). Nur ein Jahr später bediente er in La Semele, o sia La richiesta fatale erneut diese Form des Mini-Musiktheaters, zweiteilig, mit reduzierter Orchesterbesetzung und nur drei Partien. Durch die Wiederentdeckung einer Kopie der Partitur in Wien konnte 2018 Hasses Semele bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik wieder erklingen. Die Edition erstellte Claudio Osele aus dem Manuskript des Archivs der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien.

Änderungen vorbehalten.
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Tu 19:00
Semele