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Wiener
Staatsoper

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Tosca

Giacomo Puccini

Plácido Domingo | Dirigent
Margarethe Wallmann | Regie
Nicola Benois | Ausstattung

Adrianne Pieczonka | Floria Tosca
Aleksandrs Antonenko | Mario Cavaradossi
Thomas Hampson | Baron Scarpia
N.N. | Cesare Angelotti
N.N. | Mesner
N.N. | Spoletta
N.N. | Sciarrone
N.N. | Schließer
N.N. | Hirt

In die wunderbare Musik Puccinis eingebettet wird die Leidensgeschichte zweier Liebender geschildert, deren Leben und Hoffnungen durch die politische Willkür und egoistische Begierde des brutalen Polizeichefs Scarpia vernichtet werden.

Rom um 1800. Die Stadt stöhnt unter einem Schreckensregime. Der revolutionär gesinnte Maler Mario Cavaradossi ist beauftragt, in der Kirche Sant'Andrea della Valle ein Maria Magdalena-Gemälde zu schaffen. Der aus seiner Gefangenschaft geflohene Republikaner Angelotti aus der Familie der Attavanti hat sich in dieser Kirche verborgen und macht sich nun Mario gegenüber bemerkbar. Dieser nennt ihm ein sicheres Versteck auf seinem Besitz. Kaum ist Angelotti weitergeflohen, betritt der grausame Polizeichef Scarpia die Kirche. In der offen gelassenen Grabkapelle der Attavanti findet er den Fächer der Schwester Angelottis. Sofort ist im klar, dass Angelotti in der Kirche Zuflucht gesucht haben muss. Er weiß von der Freundschaft Cavaradossis und Angelottis. Außerdem will er Cavaradossis Geliebte, die Sängerin Floria Tosca, für sich gewinnen. Also reizt er die Eifersucht Toscas, indem er ihr den Fächer zeigt und ihr somit ein Verhältnis der jungen Attavanti mit Cavaradossi suggeriert. Tosca eilt sofort zu Cavaradossis Villa, um ihn zur Rede zu stellen. Scarpia lässt ihr unbemerkt einige Polizisten folgen. Nachdem sich Tosca von der Haltlosigkeit ihrer Befürchtungen überzeugt hat und die Villa verlässt, wird Cavaradossi verhaftet und zu Scarpia gebracht. Tosca, die von der Verhaftung erfährt, eilt ebenfalls herbei: In ihrem Beisein lässt Scarpia ihren Geliebten foltern. Tosca verrät daraufhin das Versteck Angelottis. Cavaradossi soll nun am nächsten Tag hingerichtet werden. Nur wenn Tosca Scarpia erhört, will er ihm das Leben schenken. Zum Schein geht Tosca auf das Angebot ein: Daraufhin ordnet Scarpia eine fingierte Hinrichtung mit blindgeladenen Gewehren an. Als er zu Tosca geht um "seinen Lohn" zu empfangen, ersticht sie ihn. Doch Scarpia hat Tosca getäuscht und eine wirkliche Erschießung befohlen. Nun ist für Tosca das Leben sinnlos geworden. Beim Herannahen von Scarpias Schergen stürzt sie sich von der Engelsburg, auf der ihr Geliebter erschossen worden ist.

1. Akt
(In der Kirche Sant’Andrea della Valle)

Der politische Gefangene Angelotti ist aus dem Staatsgefängnis Engelsburg in die Kirche Sant’Andrea della Valle geflohen; er versteckt sich dort in der Familienkapelle der Attavanti, als der Mesner (Küster) in die Kirche kommt. Der Maler Mario Cavaradossi, ein Freund Angelottis, gestaltet in dieser Kirche das Altarbild. Er zeichnet dabei die Gestalt der Maria Magdalena nach dem Vorbild einer schönen Unbekannten, die in letzter Zeit oft in der Kirche zu sehen war. Zwar räumt Cavaradossi ein, dass die Unbekannte ihm als Modell gedient habe, beteuert aber, sein Herz gehöre allein seiner Geliebten, der Sängerin Floria Tosca („Recondita armonia“).

Cavaradossi will seinem Freund Angelotti weiterhelfen und verschließt die Tür der Kirche, um nicht überrascht zu werden. Da erscheint Tosca und Angelotti muss sich wieder verstecken. Die verschlossene Tür macht Tosca eifersüchtig; sie beschuldigt Cavaradossi der Untreue. Zwar kann Cavaradossi die Situation entschärfen und ein Treffen für den Abend verabreden, aber die Eifersucht Toscas entflammt erneut, als sie auf dem von Cavaradossi gemalten Bild die Gräfin Attavanti erkennt.

Als Cavaradossi und Angelotti nach dem Abgang Toscas die weitere Flucht planen, hören sie einen Kanonenschuss von der Engelsburg, der meldet, dass die Flucht Angelottis entdeckt wurde. Cavaradossi verlässt mit Angelotti die Kirche, um ihn in seinem Haus zu verstecken.

Der Mesner betritt die Kirche mit der Nachricht vom Sieg der österreichischen Truppen bei Marengo. Polizeichef Baron Scarpia, der Angelotti verfolgt, betritt die Kirche. Ein Fächer der Schwester Angelottis, das Madonnenbildnis und ein geleerter Esskorb erhärten seinen Verdacht, dass Cavaradossi Angelotti bei der Flucht unterstützt. Tosca kehrt in die Kirche zurück, um Cavaradossi mitzuteilen, dass sie abends auf dem Siegesfest singen solle. Sie trifft auf Scarpia, der ihre Eifersucht schürt, um von ihr zu erfahren, was Cavaradossi plant. Als Tosca aufbricht, um Cavaradossi zur Rede zu stellen, schickt ihr Scarpia den Polizeiagenten Spoletta auf die Spur („Tre sbirri ...“).

2. Akt
(Scarpias Räume im Palazzo Farnese)

Scarpia gibt dem Gendarm Sciarrone den Auftrag, Tosca einzuladen. Polizeiagent Spoletta berichtet von der vergeblichen Durchsuchung der Villa Cavaradossis. Er hat dort nicht den entflohenen Angelotti, sondern nur Cavaradossi angetroffen, den er zum Verhör mitgebracht hat. Als Cavaradossi sich weigert, den Aufenthaltsort Angelottis zu verraten, lässt Scarpia Cavaradossi im Nebenzimmer foltern, so dass Tosca dessen Schreie hören kann. Trotz der Folter verrät Cavaradossi das Versteck seines Freundes nicht. Tosca jedoch bricht schließlich zusammen und gibt das Versteck Angelottis preis. Als ihn die Agenten Scarpias verhaften wollen, bringt sich Angelotti um.

Sciarrone überbringt Scarpia die Nachricht vom Sieg Napoleons gegen die mit dem Kirchenstaat verbündeten Österreicher in der Schlacht von Marengo. Als Cavaradossi dies hört, bekennt er sich emphatisch zu seinen politischen Idealen. Daraufhin lässt Scarpia Cavaradossi zur Hinrichtung abführen. Tosca bittet Scarpia, das Leben Cavaradossis zu retten, und fragt nach dem Preis dafür („Quanto? ... Il prezzo.“). Scarpia gibt zwar zu, käuflich zu sein, fordert aber als Gegenleistung für die Freilassung Cavaradossis nicht Geld, sondern dass Tosca ihm zu Willen sei („Sì, t'avrò“). Als Tosca erkennt, dass ihr nur noch wenig Zeit für die Rettung Cavaradossis bleibt, beklagt sie ihr Los (Arie Vissi d’arte (Ich lebte für die Kunst)) und willigt in den Handel ein. Scarpia gibt daraufhin Spoletta den Befehl, Cavaradossi wie den Grafen Palmieri („Come facemo del conte Palmieri") nur zum Schein hinrichten zu lassen. Tosca stellt zwei Bedingungen: Sie will Cavaradossi die Begnadigung selbst mitteilen und sie fordert von Scarpia für sich und Cavaradossi einen Geleitbrief für die Flucht aus dem Kirchenstaat. Während Scarpia diesen Brief schreibt, sieht Tosca ein Messer auf dem Tisch, sie nimmt es an sich und als Scarpia Tosca an sich ziehen will („Tosca, finalmente mia!“), stößt sie ihm das Messer in die Brust („Questo è il bacio di Tosca“). Tosca nimmt den Geleitbrief, den Scarpia im Tod festhält, an sich. Dann stellt sie zwei Kerzen neben den Toten und legt ihm ein Kreuz auf die Brust („E avanti lui tremava tutta Roma" - „Und vor ihm zitterte ganz Rom").

3. Akt
(Gefängnis in der Engelsburg)

Die Erschießung Cavaradossis auf der Plattform der Engelsburg wird vorbereitet. Dieser schreibt einen Abschiedsbrief an Tosca und erinnert sich ihrer ersten Liebesnacht und des schönen und nun so schnell endenden Lebens (eine der bekanntesten und beliebtesten Opern-Arien: E lucevan le stelle).

Tosca hat sich mit dem Passierschein Scarpias in das Gefängnis begeben und teilt ihrem Geliebten mit, dass das Urteil nur zum Schein vollstreckt werden soll. Sie weist ihn an, mitzuspielen und sich nach den Schüssen mit Platzpatronen realitätsnah fallen zu lassen. Nach dem Abzug des Erschießungskommandos will sie mit ihm in die Freiheit reisen. Das Erschießungskommando erscheint und erschießt Cavaradossi. Tosca will ihm nach dessen Abzug aufhelfen und muss voller Schreck erkennen, dass Scarpia auch sie betrogen hat: Cavaradossi ist wirklich tot. Inzwischen ist auch der Tod Scarpias entdeckt worden. Als Tosca deswegen von den Gendarmen verhaftet werden soll, stürzt sie sich mit dem Ausruf „O Scarpia, avanti a Dio!“ („Oh Scarpia, zu Gott!”) von der Engelsburg.

Änderungen vorbehalten.

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