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Der Wildschütz

Oper von Albert Lortzing

"Die Stimme der Natur" (so der Untertitel, den Albert Lortzing seiner Oper gegeben hat) treibt Graf und Gräfin Eberbach dazu, sich in ihre eigenen, als Landmeister und Stallmädchen kostümierten Geschwister zu verlieben. Mit dem neuen Untertitel "Ein unmoralisches Angebot" rückt Regisseur Dietrich Hilsdorf den Fokus von den Ausschweifungen der Aristokratie weg auf ein anderes Moment der Handlung: Der Schulmeister Baculus erwägt, seine Braut Gretchen an den Baron Kronthal zu verschachern - für "5.000 Taler". In der berühmten gleichnamigen Arie sieht sich Baculus schon als glücklicher "Kapitalist".

Wir haben es hier gewissermaßen mit einer anderen "verkauften Braut" (wobei Smetanas Oper in dieser Saison ebenfalls an der Volksoper neu produziert wird) zu tun: Der tölpelhafte Schulmeister Baculus - verdächtigt, einen gräflichen Rehbock erschossen zu haben, der sich schließlich als sein eigener Esel entpuppt - ist nicht nur ein miserabler Jäger, sondern auch ein unzuverlässiger Bräutigam. "Der Wildschütz" zählt neben "Zar und Zimmermann" zu den beliebtesten Schöpfungen des Dichterkomponisten, Sängerschauspielers und Dirigenten Albert Lortzing. Als Vorlage für diese musikalische Komödie benutzte er August von Kotzebues Stück "Der Rehbock oder Die schuldlosen Schuldbewussten", das das Publikum bei seiner Uraufführung 1815 gleichermaßen angezogen wie abgestoßen und einen Berliner Rezensenten zu der abfälligen Bezeichnung "Wollustspiel" veranlasst hatte.

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