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Bryan Ferry

Datum:

Uhrzeit:

Ort:

06.07.2020 , Montag

19:30

Staatsoper, Opernring 2, 1010 Wien

In „Babylon Berlin”, der fantastischen deutschen Serie über das wilde Leben in der Weimarer Republik, hat Bryan Ferry etliche Sternstundenauftritte mit Liedern aus eigener Feder, die in jazzige Arrangements der Zwanzigerjahre gehüllt sind. Nach den Dreharbeiten hat er mit „Bitter-Sweet“ ein ganzes Album herrlichster Roxy-Music- und Solokarrieren-Songs in diesen gloriosen Bearbeitungen seines Pianisten Colin Good veröffentlicht. Von „Alphaville“ bis „Dance Away“, von „Bitters End“ bis „Chance Meeting” reichte da das Spektrum. ...

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In „Babylon Berlin”, der fantastischen deutschen Serie über das wilde Leben in der Weimarer Republik, hat Bryan Ferry etliche Sternstundenauftritte mit Liedern aus eigener Feder, die in jazzige Arrangements der Zwanzigerjahre gehüllt sind. Nach den Dreharbeiten hat er mit „Bitter-Sweet“ ein ganzes Album herrlichster Roxy-Music- und Solokarrieren-Songs in diesen gloriosen Bearbeitungen seines Pianisten Colin Good veröffentlicht. Von „Alphaville“ bis „Dance Away“, von „Bitters End“ bis „Chance Meeting” reichte da das Spektrum.

2012 kam „The Jazz Age“ auf den Markt, ein Album das mit Ferry-Hits von „Do The Strand“ bis „Love Is The Drug“ in famosen instrumentalen Jazzarrangements verwöhnte. Man könnte meinen, Ferry hätte sich rasch an einen Trend gehängt, weil Swing im letzten Jahrzehnt neue Popularität gewann. So ist es natürlich nicht. Der Mann hat schon früh zwischen Futurismus und reueloser Jazz- und Soul-Nostalgie gewechselt. Retrofuturismus nannten das die Brillenträger.

Der 74-jährige Dandy und Crooner, sorgte vor allem mit seinem 1999 veröffentlichten Jazzalbum „As Time Goes By“ für Furore. Damals schmiegte er seine charaktervolle Stimme an Klassiker des frühen Jazz. Jetzt macht er es umgekehrt. Die exzessiven Schleiftöne und die schrillen Vibratos von New Orleans Jazz und Swing müssen sich nun nach dem Winde der teils eher sperrigen Melodien Ferrys biegen.

Live mischt Ferry gerne den Retrochic mit Elementen der Popmoderne. Auch in fortgeschrittenem Alter lieben ihn die Damen. Er ist halt immer noch ein Meister im Entfachen von Leidenschaft. All die geheimnisvollen Blicke ätherischer Fräuleins auf seinen Covers, sein mondäner Sound zwischen Blue-Eyed-Soul, Avantgarde-Rock und 30er Jahre-Schlager, dazu sein ewigschlanker Leib, im feinsten Zwirn – das alles lässt Fantasien aufkommen.

Ferry ist als Stilikone nicht nur Objekt der Sehnsucht von Damen aller Generationen, sondern nicht selten als Role Model vieler Arbeiterklasseknaben. Schließlich entstammt der Sänger mit der noblen Aura einer schlichten Bergmannsfamilie. Dass er die Torys wählt, verzeihen ihm politisch Andersdenkende. Schließlich ist er so eine schöne Ikone der Dekadenz. Niemand sonst zelebriert das drohende Ende so stoisch und zärtlich wie er.

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